Foto: Uwe Biermann, 2006
 

 
Der Autor
 
Herbert (Berry) Westenburger, 05.01.1920 in Frankfurt am Main geboren, seit März 1932 bis zum Verbot 1934 im Nerother-Wandervogel, danach in illegaler Jungenschafts-Horte. Mit jüdischen Vorfahren entfällt ein Studium. Wechsel vom Gymnasium zur Handelsschule. Danach Konditorenlehre und Hotelfachschule. Die Familie ist mütterlicherseits seit Generationen Konditorei- und Cafehausbetreiber. Er soll diese Tradition fortführen. 1938 Haft wegen "bündischer Umtriebe". Amnestie und ab September 1939 Flaksoldat. Westfront, Berlin, 1942/43 bis zur Niederlage Afrika-Korps. Verwundet, britische und amerikanische Gefangenschaft, zwei vergebliche Fluchtversuche. Rückkehr Januar 1946. Mutter als "Halbjüdin" in Auschwitz ermordet. Wiederaufbau der Nachkriegs-Jugendbewegung. Ehrung durch Verleihung der "Johanna-Kirchner-Medaille" für sein standhaftes Festhalten an bündischen Idealen während der NS-Zeit. Hielt in Schulen und Fachhochschulen Frankfurts Aufklärungsvorträge über die jugendliche Verweigerungstaktik. Beruflich tätig in internationalen Büromaschinenfirmen. Verkaufsdirektion Nato-Truppen, Europa.
 
Zwei Jahre nach Erscheinen des Buches, im Jahr seines neunzigsten Geburtstags, erhielt Herbert Westenburger das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste als Zeitzeuge und unermüdlicher Aufklärer über die Zeit der Nazi-Diktatur.
 
Herbert Westenburger verstarb am 8. August 2015 im Alter von 95 Jahren.